Aeschi.

Emmentaler Käse gehört zum kulinarischen Allgemeingut der ganzen Welt. Was liegt also näher, als dem Emmental einen Besuch abzustatten, wenn man schon einmal ganz in der Nähe ist? Nicht einmal eine Stunde dauert die Fahrt von Velligen nach Langnau, dem Hauptort des Emmentals, wo wir vom Parkplatz des Schwimmbads im Ortsteil Bärau loswandern – zunächst den Flusslauf der Ilfis, die unterhalb von Langnau in die Emme mündet, entlang, dann in einer traumhaften Voralpenlandschaft bergauf durch blühende Almwiesen.

Alte Holzbrücke bei Bärau…
…über die glasklare Ilfis
Vom wunderschönen frühlingshaften Emmental
…wandern wir durch Streuobstwiesen…
…hinauf zur Almweide Hüpfenboden

Und dazu das Wetter! Endlich ist es frühlingshaft warm, im Hintergrund bilden die schneebedeckten Gipfel der Hochalpen eine gigantische Kulisse. Oben auf der Alm versorgen wir uns in der Käserei Hüpfenboden mit Qualitätsware direkt vom Hof, zahlbar in die Kasse des Vertrauens.

Oben: herrliche Alpenkulisse…
…und weiter Blick ins Tal nach Langnau
Mittagspause an der Käserei Hüpfenboden

Nach fast vier Stunden zurück am Fahrzeug, bleibt noch Zeit für einen Abstecher nach Affoltern: Das kleine Dorf hoch über dem Emmental ist Standort der bekannten Emmentaler Schaukäserei. Wir haben Glück: Nach einem verspäteten Mittagessen auf der Panoramaterrasse können wir gerade noch eine gleichermaßen interessante wie unterhaltsame Führung durch die Käserei buchen (alles vollautomatisch mit Ansagen über Lautsprecher, perfekter Inszenierung durch Beleuchtungseffekte und dem eleganten Zusammenspiel eines langsam abwärts sinkenden Fahrstuhls mit Blick auf eine bemalte Wand sowie sich zum choreographisch genau richtigen Zeitpunkt öffnender Schiebetüren), ehe die Einrichtung mitsamt angeschlossenem Laden und Restaurant pünktlich um 17 Uhr schließt.

In der Emmentaler Schaukäserei
…gibt es Almen in Miniaturausführung…
…alte Bauernstuben…
…und moderne Produktionsanlagen zu bewundern
Natürlich kommen hier Käsegerichte frisch zubereitet auf den Tisch!

Eine gute Stunde sind wir dann noch bis zu unserem Tagesziel unterwegs – dem hoch über dem Thunersee in idyllischer Lage, von beeindruckenden Berggipfeln überragt, befindlichen Camping Panorama in der kleinen Gemeinde Aeschi unweit von Spiez. Hier haben wir W-LAN, und damit löst sich schließlich auch das Rätsel um die Lycamobile-SIM-Card: Inzwischen hat nämlich auch Jana kein mobiles Netz mehr – das Datenvolumen war offensichtlich deutlich geringer, als unser offenkundig nicht mit übermäßiger Fachkompetenz ausgestatteter Verkäufer in Aarburg das vorgestern versprochen hat. Nun kann sie für weitere 10 Franken 2 GB Datenvolumen dazubuchen; damit sind wir wieder beide online, datentechnisch also auf der Höhe der Zeit.

Aussichtsreicher Weg auf der Autobahn…
Geruhsamer Abend auf dem Camping Panorama mit dem markanten Niesen im Hintergrund